Die Astro-Fragebögen

 Ein Teil unseres Projektes waren auch die Astronomie-Fragebögen, die wir am Schluß jedes Vortrages austeilten. Dabei hatten wir es weniger darauf abgesehen, wie viel sich der einzelne noch von unserem Vortrag gemerkt hat, sondern wir sahen ihn vielmehr als Feedback an, mit dem uns die SchülerInnen für die nächsten Vorträge mit Tips unterstützen konnten. Wir waren uns natürlich im Klaren, daß niemand gerne Fragebögen ausfüllt, und so bauten wir in den Fragebogen gleich möglichst viele "multiple choice"-Fragen ein, um den SchülerInnen unnötige Schreibarbeit gleich im Vorhinein abzunehmen. Lediglich Kommentare zum Vortrag und die 7 bzw. 11 Buchstaben der Spektralklassen blieben den SchülerInnen nicht erspart. Im großen und ganzen muß man aber sagen, haben alle Schüler die Fragebögen ziemlich gewissenhaft und ehrlich ausgefüllt.

Einer von uns mußte dann in den sauren Apfel beißen und die Fragebögen mit Hilfe eines Computers auswerten. Da kam natürlich nur einer unserer "Computer-Spezialisten" Reinhold oder Michael in Frage, und so erklärte sich schließlich Reinhold bereit, die Fragebögen auszuwerten....


Schließlich hatten wir die Auswertung in Händen - eine Auswertung, die uns zwar nicht direkt überraschte, aber doch etwas erstaunte: Von den 520 abgegebenen Fragebögen hatten fast 450 angekreuzt, daß sie unser Vortrag für die Astronomie begeistert hätte! Zwar haben sich schon fast zwei dritte unserer Zuhörer früher einmal mit Astronomie beschäftigt, aber dennoch fanden nur sehr wenige, daß wir zuwenig Informationen weitergegeben hatten. Auf die Frage, welche Themen den Schüler interessiert hätten, gab es einen eindeutigen Sieger: die Raumfahrt - Alexanders Metier. Das zweite schülerwirksame Themengebiet ist unser Sonnensystem, zwar schon um 50 Interessenten abgeschlagen, aber dennoch weit vor dem nächsten, dem Gesamtaufbau unseres Universums.
Um das Schlußlicht des Feldes gab es dann jedoch ein Kopf-An-Kopf Rennen zwischen dem Themengebiet Galaxienhaufen und Kosmologie, wobei aber schließlich die Galaxienhaufen die Oberhand gewannen und am wenigsten "Stimmen" erreichten. Dies ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, da das Thema "Galaxienhaufen" bei unserem Vortrag doch ziemlich kurz gehalten, um nicht zu sagen fast übergangen wird, und die Kosmologie eigentlich der am meisten theoretische Teil des gesamten Vortrages ist - und welchen Schüler (bzw. welche Schülerin) interessiert schon die langweilige Theorie, die ja sowieso für den Physikunterricht schon bis zur Erschöpfung durchgepaukt werden muß.
Besonders freute uns natürlich die Beantwortung der fünften Frage: Annähernd 300 SchülerInnen finden die Astronomie nämlich interessant und fast 220 halten sie sogar für faszinierend. Dagegen stehen 24, die sie kompliziert finden, und jeweils 4, die "es geht so..." ankreuzten, bzw. für die die Astronomie etwas Langweiliges darstellt.
Die letzte Frage war dann eigentlich nicht mehr so sehr zu unserer Information, sondern damit Alexander seine Aussage unterstreichen konnte, daß sich die meisten der Zuhörer die Buchstabenkombination "W - O - B - A - F - G - K - M - R - N - S" bis nach dem Vortrag merken konnten. Dieses Buchstabengewirr ohne jegliche Logik stellt nämlich die einzelnen Bezeichnungen für die Spektralklassen dar. Zum Glück gibt es dafür jedoch einen Merksatz, der fast allen im Gedächtnis bleibt: "Wow, oh be a fine girl (bzw. guy für die Mädchen), kiss me right now, sweetheart!" Ein romantischer Satz, der bei fast 60% vollständig im Gedächtnis geblieben ist, bei einem weiteren viertel fast vollständig.


Um ein Abschlußresumee über das Ergebnis zu ziehen, gibt es eigentlich nur eines zu sagen: Unser Projekt war ein einmaliger Erfolg, von dem Schüler, Professoren und Direktoren wirklich begeistert waren.


Weitere Informationen zu unserem Projekt:
das Projekt
die Astro-Vorträge
die Fragebögen
Ausschnitte aus dem Vortrag

This project happened in Spring 1995.