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Sternbilder und Mythen

Ausschnitt aus unserem Vortrag

Der Nachthimmel mit seinen unzählbar vielen Sternen, Nebeln und Sternhaufen kann von uns leider niemals als Ganzes gesehen werden. Auf der Nordhalbkugel sehen wir den Nordhimmel, die Bewohner des südlichen Teils unserer Erde sehen nur den Südhimmel. Doch selbst "unseren" Teil des Himmels könen wir nie zur Gänze betrachten. Durch die Bewegung der Erde um die Sonne zeigt die "Nachtseite" unseres Planteten immer in eine andere Richtung. So entstehen Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintersternbilder.

Benannt wurden die meisten Sternbilder des Nordhimmels vom ägyptischen Wissenschaftler Ptolemäus. Er begann vor 1800 Jahren, die Sterne des Nordhimmels in Gruppen zusammenzufassen und diesen Namen zu geben. Ptolemäus wählte für seine Sternbilder fast ausschließlich Namen aus der griechischen Mythologie: Andromeda, Herkules, Perseus...

Erst vor 200 Jahren begannen Johann Bayer und Lacaille, den Südhimmel zu kartographieren und benannten auch dort Sternbilder. Dabei griffen sie jedoch vielmehr auf Tiere und technische Geräte zurück als auf griechische Helden. Die Sternbilder des Südhimmels heißen z.B. Bildhauer, Rabe, fliegender Fisch etc.


Wie schon gesagt sind die meisten Sternbilder am nördlichen Himmel nach griechischen Sagenfiguren benannt. So gibt es zum Beispiel den Herkules, die Andromeda, Perseus und Kassiopeia und den Orion:
Anromeda war die Tochter von Cepheus und Kassiopeia, die die Äthiopien beherrschten. Ihre Mutter Kassiopeia prahlte, daß ihre Tochter das schönste Mädchen weit und breit sei. Neptun, dem Gott des Meeres, war das gar nicht recht, denn auch er hatte 7 Töchter. So schickte er das Meeresungeheuer, Cetus genannt, in das Land der Andromeda. Nachdem schon weite Teile des Landes verwüstet waren, und das Volk zu rebellieren begann, befragte man einen Seher, wie man das Ungeheuer wohl beschwichtigen könne. Seine Antwort war kurz und bündig: Man müsse Andromeda opfern, um das Ungeheuer zu vertreiben. Gesagt, getan. Das unschuldige Mädchen wurde an Händen und Füßen an einen Felsen gekettet und blickte nun ihrem Schicksal entgegen. Während sie aber auf ihren Tod wartete, tauchte plötzlich Perseus auf und besiegte das Ungeheuer mit Hilfe des erbeuteten Medusenhauptes.
Alle Figuren dieser Sage können wir in klaren Nächten bei uns am Himmel sehen.


Weitere Informationen zu unserem Projekt:
das Projekt
die Astro-Vorträge
die Fragebögen
Ausschnitte aus dem Vortrag

This project happened in Spring 1995.