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| Fakten über die Venus |
Die VenusAusschnitt aus dem VortragVenus ist benannt nach der römischen Göttin der Liebe und
der Schönheit, die ihrerseits quasi das Pendant zur altgriechischen
Aphrodite darstellt. Wenn man Venus an einem lauen Sommerabend tief im
Westen funkeln sieht, dann kann man es den alten Astronomen nicht übel
nehmen, daß sie den Planeten nach dieser Gottheit benannt haben...!
Als heller Abendstern - bzw. auch als Morgenstern - hat Venus schon bei
so manchem romantische Gefühle hervorgerufen, und als leuchtkräftigstes
Gestirn nach Sonne und Mond ist sie auch sonst in vielerlei Hinsicht bemerkenswert...
Die Raumsonden in den sechziger und siebziger Jahren haben uns allerdings das wahre Gesicht der Venus enthüllt - und das ist alles andere als romantisch! Wenn wir die nächsten Bilder betrachten, verstehen wir auch schnell, warum: Venus ist von einer sehr dichten Atmosphäre eingehüllt, die uns jeden Blick auf ihre Oberfläche verwehrt. Die Atmosphäre rotiert unglaublich schnell, so rasch nämlich, daß nicht einmal der Planet selbst mithalten kann. Daraus folgt, daß auf der Oberfläche andauernd gewaltige Stürme fegen - mit bis zu 1000 km/h und mehr... Aber das ist noch nicht alles: Venus' Atmosphäre ist nämlich auch keineswegs so lebensfördernd wie die unserer Erde! Stickstoff, Kohlendioxyd, Kohlenmonoxyd, Methan, Ammoniak - all diese Stoffe machen die Venusatmosphäre zu einem giftigen 'Gebräu'... Doch etwas ganz anderes verleiht der Venus den Charakter einer so schrecklichen
Hitzewüste: Auf ihr ist nämlich das eingetreten, wovor wir uns
auf der Erde schon die längste Zeit fürchten - der Treibhauseffekt.
Die Atmosphäre der Venus ist so dicht und von 'Schadstoffen' erfüllt,
daß die Sonnenenergie (das Licht, etc.) zwar durchkommt, aber kaum
mehr heraus! In der Folge heizt sich die Oberfläche immer mehr und
mehr auf. Gegenwärtig hat es auf der Venus fast 500 Grad! Noch dazu
herrscht der 90fache Druck dessen auf der Erde! Man sieht leicht: Die Venus
ist absolut lebensfeindlich, und wenn wir nicht aufpassen, steuert auch
unser blauer Planet solchen Endzeitvisionen entgegen...
Auf Venus sind auch einige Raumsonden gelandet, die uns Bilder der Oberfläche
geliefert haben. Im folgenden seht ihr zwei dieser Originalphotos, aufgenommen
von den russischen Sonden Venera 13 & 14. Zwar haben die Raumsonden
infolge des immensen Drucks und der hohen Temperatur nicht allzu lange
funktioniert, doch sind uns tausende wertvolle Daten übermittelt.
Wir sehen, daß die Oberfläche steinig, wüstenähnlich
ist, hier und dort liegt ein größerer Brocken herum. Alles ist
in rötliches Licht getaucht. Von anderen Sonden wiederum wissen wir,
wie ein Venus'globus' aussieht: Venus ist eine echte 'Schwester' der Erde,
es gibt auf ihr Kontinente, tiefe ozeanische Becken sowie Berge und Vulkane.
Einzig Meere sucht man vergeblich: Die hängen als Wasserdampf in der
Luft...
Soll man abschließend ein Resümee über diesen Planeten
ziehen, dann muß man sagen: Venus ist der Höllenplanet schlechthin
in unserem Sonnensystem!
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